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Liste 2010


 

Sammlung Tillandsia:

Unsere erste Begegnung mit Tillandsien fand anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 im Donaupark statt. Der damals gut bekannte Kakteengärtner DI. Ludwig Maly hatte im Deutschen Pavillon einen Epiphytenbaum gestaltet mit einer Menge gerade blühender, wunderbar rot gefärbter Gruppen von T. ionantha. Neben einigen anderen, von ihm selber in Mexiko und Argentinien gesammelten Arten bot er diese Pflanzen dann auch in seiner Gärtnerei in Wien an, später in Eggenburg, NÖ. Auch zu dem damaligen "Tillandsienpapst" Alfred Blass in Gräfelfing bei München pilgerten wir einige Male und konnten Ableger von etlichen Arten erwerben.

Viele interessante Arten aus der Literatur gab es damals aber in keiner Sammlung, und so unternahmen wir Jahre danach, 1976, unsere erste Reise nach Mexiko, später nach Peru, Bolivien und in die anderen auf dieser Website vorgestellten Länder, sowie nach Ekuador, Chile und in die Dominikanische Republik. 

Auf diese Weise sammeln und vermehren wir Tillandsien (-->Pflegeanleitung) seit annähernd 50 Jahren. Neben 80 Arten anderer Bromeliengattungen pflegen wir zur Zeit ca. 520 Tillandsienarten.
Ungefähr 400 Arten stammen aus eigener Aufsammlung in den Ländern -->Mexiko, -->Peru , -->Bolivien, -->Argentinien,
Chile, -->Brasilien und Ekuador, die übrigen konnten wir bei Gelegenheit erwerben oder mit Botanischen Gärten oder anderen Tillandsienliebhabern eintauschen.

 

Tillandsia usneoides, Brasilien

Die Formenvielfalt vieler Arten  ist seit jeher durch Sammelnummer, Fundort, Höhenlage etc. dokumentiert, und von jeder Standortform werden stets mehrere Klone kultiviert, um die Blüten mit Samen der selben Population bestäuben zu können. Da die meisten Arten selbststeril sind, wird auf diese Weise, abgesehen von der vegetativen Vermehrung, die Nachzucht der einzelnen Standortformen sichergestellt. 

 

Links : T. usneoides bei Novo Friburgo,
Rio de Janeiro, Brasilien

T. ionantha bei Palos Marias an
der Pazifikküste, Michoacan, Mexiko

 

 

Auch bei molakularbiologischen Untersuchungen, wie sie in den letzten Jahren sogar für Untergattungen von Tillandsia bereits stattfinden, wird bevorzugt auf Pflanzen dokumentierter Herkunft zugegriffen. So wurden bei Projekten  der Universität Wien, die Systematik und Evolution bei Tillandsien zu untersuchen, bereits zahlreiche Pflanzen aus unserer Sammlung in die Untersuchungen aufgenommen.

Dies betrifft im Besonderen Pflanzen der Untergattungen Diaphorantema, Phytarrhiza und neuerdings auch die UG. Tillandsia.

 

Die  Untergattung
-->Diaphoranthema ist auch ein besonderer Schwerpunkt unserer Sammeltätigkeit. 

Die Pflanzen dieser Untergattung zeichnen sich durch Kleinwüchsigkeit und besondere Vielgestaltigkeit sogar innerhalb der einzelnen  Arten aus und eignen sich daher gut auch für Sammlungen mit beschränktem Platzangebot.
Viele von ihnen wachsen epiphytisch auf Kakteen, sind Trockenheit und Hitze gewöhnt, aber auch unempfindlich gegen Temperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt.  Sie eignen sich zum Beispiel sehr gut, das Erscheinungsbild von Kakteensammlungen aufzulockern.
Allein unsere Sammlung von T. usneoides umfasst ca. 70 Standortformen.

Es ist uns ein Anliegen, besonders Arten und Standortformen zu vermehren und in den Sammlungen
zu verbreiten, die nur in kleinen Arealen verbreitet oder sonstwie gefährdet sind, und damit einen Beitrag zur langfristigen Erhaltung dieser botanischen Kostbarkeiten zu leisten.
Pflanzen aus Sämlingsanzucht und vegetativer Vermehrung stehen von zahlreichen Arten für die Abgabe an Botanische Gärten und spezialisierte Liebhaber zur Verfügung.

Einen wirksamen, verlässlichen in situ- Schutz sehen wir in keiner Weise gewährleistet, da die Zerstörung von Standorten fortschreitet und in vielen Gebieten eine Klimaveränderung durch großflächige Waldzerstörung zu beobachten ist.
Zusätzlich findet gewerbsmäßiges Absammeln nach wie vor statt, wie Angebotslisten einzelner amerikanischer Firmen und wiederholte Großimporte von frisch gesammelten Standortpflanzen, z.B. aus Peru zeigen, Andenkonvention hin oder her.


 

Links :T. intermedia auf der Insel Paqueta, Guerrero, Mexiko

 

Man bedenke auch, dass es, um eine Art auszurotten, nicht unbedingt nötig ist, die Pflanzen selber, zum Beispiel bei Brandrodungen anlässlich der Ausdehnung von Kulturflächen zu vernichten, sondern dass es bei manchen Arten auch genügen mag, die bestäubenden Insekten, Fledermäuse, Käfer oder Schmetterlinge durch Agrargifte genügend zu dezimieren.

Wir verstehen uns nicht als Händler, da wir aber unsere Pflanzen mit Erfolg pflegen und unsere Platzverhältnisse  beschränkt sind, gibt es immer wieder aus vegetativer Vermehrung und Samenanzucht Pflanzen, die wir abgeben können. Wir bitten um Verständnis, dass wir die Pflanzen nicht verschenken können, da in unserem Klima im Winter geheizt werden muss und die Heranzucht der extrem langsam wachsenden Pflanzen eine Pflege über Jahre bzw. Jahrzehnte erfordert (die ältesten Aussaaten sind an die 35 Jahre alt, was bei kommerzieller gärtnerischer Kultur die Pflanzen eigentlich unbezahlbar machen würde).

-->Liste der Überschusspflanzen aus unserer Sammlung

Tillandsia heteromorpha, Peru


Auf unseren Studienreisen konnten wir einige neue Bromelienarten
entdecken und zum Teil später auch die
-->Erstbeschreibungen erstellen.

Außerdem sind einige Arten aus Peru, Bolivien und Brasilien,
die wir
schon lange
in der Sammlung pflegen, immer noch -->unbeschrieben.
 


 T. heteromorpha und T. lymannii auf Erosionstürmen
im Tal des Rio Chancay, 900m, Lambayeque, N - Peru

 

Viele Bromelien sind in ihrer Heimat durch Biotopzerstörung akut gefährdet. Das betrifft vor allem Pflanzen des Nebelwaldes neotropischer Bergwälder und des atlantischen Regenwaldes Brasiliens, aber auch viele andere, auf Bäumen oder Säulenkakteen wachsende Epiphyten.

Sogar Bewohner so karger Standorte, wie es die
Paramos und die Puna des Andenhochlandes sind,
sind bedroht, wie zum Beispiel einige Arten aus der
-->Gattung Puya
.

 

Puya humilis,   südlich der Ortschaft Arani, 2900m, Cochabamba, Bolivien

 

Leider verfügen wir nicht über geeignete Kulturräume, Arten kühler Nebelwälder auf Dauer erfolgreich zu pflegen und zu vermehren.
Es ist beschämend, dass in den reichen Industrieländern so wenig dazu getan wird, Unwiederbringliches zu bewahren, dass Botanische Gärten unter Platznot, Personalmangel usw. leiden, während für den Kommerz in Baumärkten und Gartencentern selbst für Keramiktöpfe und Plastikblumen beheizte Glashäuser großzügigen Ausmaßes bereitstehen !

 

Links:

Deutsche Bromeliengesellschaft: dbg-vorsitz1@dbg-web.dehttp://www.dbg-web.de,    dbg-geschaeftsstelle@dbg-web.de, Redaktion : dbg-redakteur@dbg-web.de

Webseite von Andreas Böker: http:/www.tillandsia-web.de/, webmaster@tillandsia-web.de,

Webseite von Jan Maruska : www.tillandsia.cz

Bromwiki - Die Bromelien Enzyklopädie - Alles Wissenswerte über die Familie der Ananasgewächse http://www.bromwiki.net/

 

 

 

Bromelienrunde der Österreichischen Gartenbaugesellschaft     
1220 Wien, Siebeckstraße 14,  im Gebäude des Gartenbaumuseums.
außer Juli und August jeden 3. Montag im Monat, 18 h.

 e-mail: oegg@oegg.or.at,    http://www.oegg.or.at/ mit Anfahrtsplan

15. Jänner 2017: Dr. Walter Till : Bromelientaxonomie im Umbruch

20. Februar: Ing. Ernst Zecher: Pflanzenschätze aus den Schönbrunner Pflanzensammlungen

20. März: Franziska und Richard Wolf: G a l a p a g o s - Funkelnde Kleinode am Äquator

17. April : entfällt, da Ostermontag

15. Mai : DI Manfred Speckmaier : Eine Woche Panama

 

 4. - 19. März: 11. Internationale Orchideenausstellung - mit Tillandsien - Klosterneuburg

  e-mail: Lieselotte.Hromadnik@tillandsia.at

aktualisiert 23. 03. 2017

 

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